Die Nordpromenade bildet die zentrale, grüne Wegeachse im autoarmen Quartier nördlich der Michelangelostraße. Von hier führen Erschließungswege zu den Wohnzeilen, zur Seniorenresidenz und weiteren Einrichtungen.
Mit Mitteln des Programms Nachhaltige Erneuerung werden die Wegeverbindung und einige angrenzenden Flächen erneuert und barrierearm gestaltet. Dies ist das erste in der Umsetzung befindliche Projekt im nördlichen Teil des Fördergebiets Greifswalder Straße.
Zuvor wiesen die Wegeflächen viele Schäden auf, die besonders Älteren das Gehen erschwerten. Rampen und Übergänge waren nicht barrierefrei und Wegkreuzungen durch dichte Vegetation zum Teil schwer einsehbar. Die Beleuchtung war ebenfalls sanierungsbedürftig. Die Oberfläche des angrenzenden Bolzplatzes war mit Wurzeln durchsetzt.
Erster Bauabschnitt bald abgeschlossen
Im Mittelpunkt des ersten Bauabschnitts stand ab 2025 die Wegesanierung etwa ab Höhe des ehemaligen Ärztehauses bis zur Rampe am Pflegeheim. Eine bisher ungenutzte, kleinere Grünfläche neben dem Bolzplatz wurde mit Bänken und Beeten als Treffpunkt für den Kiez ausgestaltet. Im Schatten einer großen Trauerweide werden farbige Spiel- und Sitzskulpturen in organischen Formen des Künstlerpaars Christine Gersch und Igor Jerschov einen attraktiven Blickfang bilden. Hier schließen sich Spiel- und Sportflächen mit einem Kletterelement und zwei Tischtennisplatten an. Der Bolzplatzes wurde komplett erneuert und um eine Streetballfläche ergänzt. Der Trampelpfad zwischen der Seniorenresidenz und dem öffentlichen Parkplatz an der Gürtelstraße wurde als Gehweg ausgebaut. In wenigen Wochen werden diese Flächen freigegeben.
Voraussichtlich ab 2027 wird die barrierefreie Sanierung und Aufwertung der Promenade über die Treppe und Rampe in Richtung der Verlängerung der Kniprodestraße fortgeführt. Für Gäste soll sich die Orientierung verbessern. Der nachgeordnete, regionale Radverkehr wird anwohnerfreundlich auf kurzen Wegen durch das Gebiet geleitet, um Nutzungskonflikte zu vermindern. Wegebegleitende Gehölzflächen, u.a. entlang der Mauer zum Jüdischen Friedhof, werden mit Fokus auf den Artenschutz und das jahreszeitliche Wechselspiel sinnvoll ergänzt und für die Folgen des Klimawandels fit gemacht. Der gesamte Bereich der Wegeverbindung soll im Sinne eines zukunftsfähigen Regenwassermanagements nachhaltig ausgebildet werden.
Interessierte konnten sich u.a. am 28. Februar 2023 vor Ort an der konkreten Ausgestaltung der Pläne für die Nordpromenade beteiligen. Eine weitere Beteiligung fand speziell mit älteren Menschen in der angrenzenden Seniorenresidenz statt. Die Auswertung dieser Beteiligung sowie weitere Informationen finden Sie unter Dokumente. Am 13. Mai 2023, dem Tag der Städtebauförderung, wurde die Planung in Rahmen eines Kiezfestes vorgestellt. Im August 2025 war Baubeginn.