Auf dem Gelände der Mark-Twain-Grundschule wurde ab 2023 mit Fördermitteln des Programms Nachhaltige Erneuerung ein dringend benötigter Mensa-Neubau errichtet. Für die Essenversorgung nutzte die Grundschule zuvor Flächen der benachbarten Kita. Mit der Fertigstellung des Hochbaus im Herbst 2025 begann die Neugestaltung der Außenanlagen.
Die neue Mensa wird neben dem Mittagessen weitere dringend benötigte Angebote ermöglichen: Beispielsweise soll es ein kostenloses Frühstück für sozial benachteiligte Kinder geben. Die Mensa-Räume können zudem für Eltern-Kind-Kochkurse und als zusätzlicher Veranstaltungsraum für die Schule genutzt werden. Auch außerschulische Veranstaltungen des Auguste-Viktoria-Kiezes sind in der neuen Mensa denkbar, soweit es der Schulbetrieb erlaubt. Zugleich werden die bisher durch die Schule belegten Kita-Räume wieder für die Einrichtung nutzbar.
Das beauftragte Architekturbüro BSK-Architekten führte im Frühjahr 2021 eine Einpassungsstudie durch, um den optimalen Standort für das neue Gebäude auf dem Schulgrundstück zu finden. Unter anderem waren dabei die Belange des Denkmalschutzes zu berücksichtigen, da das historische Hauptgebäude ein Baudenkmal ist. Der Neubau wurde in enger Abstimmung mit dem Schulamt und der Schulleitung geplant.
Ein wichtiges Ziel war der Bau eines nachhaltigen Gebäudes. Dazu wurde ein ökologisches Gesamtkonzept erstellt. Der Neubau schont u.a. durch die Nutzung von Regenwasser und erneuerbarer Energien sowie durch eine Dachbegrünung die natürlichen Ressourcen und vermindert den CO2-Ausstoß.
Durch den Mensaneubau ergeben sich neue Wegebeziehungen zwischen den Gebäuden, deshalb muss der Schulhof neu geordnet werden. Trotz der Inanspruchnahme von Teilen des Schulhofs durch den Mensaneubau sollen die Freiflächen nach der Neugestaltung besser an die Bedürfnisse der Kinder angepasst sein und vielfältige Bewegungsmöglichkeiten bieten.
Am 5. Juli 2024 wurde die Fertigstellung des Rohbaus gefeiert. Mit der Sitzung der Auswahlkommission am 30. September 2024 endete das Kunst-am-Bau-Verfahren. Der von der Jury empfohlene Entwurf einer dreidimensionalen Wandgestaltung der Künstlerin Azar Pajuhandé zum Thema Ernährung verteilt sich über mehrere Wände des Speisesaals und der Vorräume.